Was haben Hollywoodstars wie Drew Barrymore, Halle Berry oder Salma Hayek mit UNICEF und der britischen NGO Oxfam gemeinsam? Sie alle boykottieren den US-amerikanischen Diamanten- und Modemilliadär Lev Leviev wegen seiner nicht ganz koschernen UnternehmenspolitikLev Leviev ist ein Mann von Weltruf und gehört zum Establishment der weltweiten Grossunternehmer, er ist Besitzer von Modemarken und -ketten wie ZARA und tätig im globalen Diamantengeschäft. Er ist politisch aktiv und unterstützt gelegentlich gemeinnützliche Projekte. So wird er auf der Edelstein-Expertenseite Professional Jewelers beschrieben. Tatsächlich hatte Leviev UNICEF-Projekte finanziell unterstützt und auch auf der Internetpräsenz seines Diamantenkonzerns damit geworben.
Die UNICEF akzeptiert jedoch seit Juni 2008 keine Unterstützung mehr von Leviev. Alle Partnersc
haften mit dem Unternehmer, seien es direkte oder indirekte, werden nichtmehr erwogen heisst es in einem Schreiben der Organisation der Vereinten Nationen. Die NGO Oxfam hatte schon im Januar letzten Jahres ihr Beziehungen zu dem Diamantenmulti gekappt.Gründe dafür gibt es offenbar viele. So sollen seine Unternehmen beim Diamantengeschäft in Angola diverse Menschenrechtsverbrechen verübt und unterstüzt haben, Kriege und Konflikte in diamantenreichen Gebieten Afrikas seien mit seinen Geldern unterstüzt werden und im besatzten Westjordanoland fördert er Siedlungsbauten der Besatzungsmacht Israel.
Ebenso haben jetzt Hollywoodstars und ehemalige Kundinnen und Kunden Levievs Konsequenzen aus seinen obskuren Geschäften gezogen und forderten die Entfernung von Bildern auf der Website des Edelsteinmagnaten. Dort hatte Leviev u.a. auch damit geworben, dass seine Steinchen und Steine auch bei ganz grossen Schauspielern und Promis heissbegehrte Ware sind.
Kommentar:
UNICEF, Oxfam und die verschiedenen Hollywoodstars haben es richtig erkannt.Das einzige das beim Missbrauch von ökonomischer Macht und Erfolg Abhilfe schaffen kann ist Boykott. Nichts wird einem Geschäftsmann wie Lev Leviev davon abhalten weiterhin Kriege und Konflikte mitzufinanzieren als das Zudrehen seines Geldhahns. Wir Kunden müssen wissen ob wir weiterhin bei Zara unsere Klamotten kaufen oder auf Klunker nicht verzichten können, obwohl wir wissen, dass dabei jemand unterstützt wird der öffentlich Blood Diamond spielt. Nun mag man denken, dass man alleine doch nichts machen kann, die Welt nicht von Unrecht befreien kann, "mein Tun ist viel zu wirkungslos, als dass es wirklich der Freiheit dient". Aber genau das ist der Punkt. Niemand kann die Welt von Unrecht befreien. Aber ein wichtiger Teil der Welt ist von Unrecht befreit worden, nämlich man selber. Jeder sollte sich selbst als wichtig genug betrachten, dass er Wert ist von Ungerechtigkeit befreit zu werden. Und das funktioniert schon allein durch das Unterlassen einer Handlung, nämlich eines Einkaufs.
2 Kommentare:
Wirklich unglaublich, wie solche Multis mit aller Macht ihre Geschäfte durchsetzen wollen und dabei sogar über Leichen gehen, oder Menschenrechte brechen.
Finde die Reaktionen darauf genau richtig. Dagegen muss man konsequent Flagge zeigen!
Die einzig logische Konsequenz steht ja im Artikel. Man kann solche Menschen nicht auchnoch belohnen, indem man ihre Produkte kauft!
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